Digitalisieren, entlasten, pflegen: Klinikführung neu gedacht
Shownotes
Die Pflege steht unter Druck – strukturell wie kulturell. Während in der Öffentlichkeit über den Fachkräftemangel diskutiert wird, setzt Achim Schütz einen anderen Akzent: Nicht allein die Zahl der Mitarbeitenden sei entscheidend, sondern die Organisation der Arbeit.
Als Leiter der Acura Fachklinik in Albstadt, einer Einrichtung mit den Schwerpunkten Orthopädie und Rehabilitation, weiß er, wovon er spricht. Seine Analyse: Die tatsächliche Fallbelastung sei nicht zwingend gestiegen, wohl aber die gefühlte Überforderung. Hauptursache seien administrative Pflichten. Bis zu 50 Prozent der Arbeitszeit entfallen auf Dokumentation – Zeit, die in der direkten Patientenversorgung fehlt.
Sein unternehmerisch geprägter Ansatz umfasst schlanke Hierarchien, minimale Meeting-Strukturen und eine konsequente Digitalisierung mit klarer Entlastungswirkung. Die Systeme werden gemeinsam mit den Mitarbeitenden konfiguriert. Führung bedeutet für ihn, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Fachkräfte eigenverantwortlich arbeiten können.
Auch medizinisch plädiert Schütz für systemisches Denken. Heilung ist kein mechanischer Austausch, sondern ein Zusammenspiel aus Prävention, Eingriff, Rehabilitation und psychosomatischer Begleitung. Das Spannungsfeld bleibt jedoch die kulturelle Prägung des Gesundheitswesens, das historisch hierarchisch geprägt ist und teilweise noch dem Bild des „Halbgottes in Weiß“ folgt. Schütz setzt auf Teamarbeit über Berufsgruppen hinweg.
Sein Fazit: Das Gesundheitswesen bietet Sinn und Sicherheit, verlangt jedoch Verantwortungsbereitschaft und strukturelle Klarheit.
Unser Gast: Achim Schütz, Leiter der Acura Fachklinik Albstadt. Moderation: Jenny Kunz, DUP Unternehmer
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00:00:00: dadurch, dass wir sehr schlanke Hierarchien haben.
00:00:04: Dass wir halt eben hohe Wert auf direkte Kommunikation und weniger auf Mails und Meetings legen sondern wir haben das beispielsweise die Meetings auf ein absolutes Minimum zurückgeführt weil wir sorgen, dass jeder weiß was zu tun ist und wenn dann im Rahmen der Arbeit denn irgendwas anfällt klärt man es auf operative Ebene oder dass man direkt den Meeting einbaut.
00:00:27: Im Übrigen bin ich davon überzeugt, dass halt die Anzahl der Meetings der Indikator für die Inkompetenz einer Organisation ist.
00:00:35: Je mehr Meetings desto ineffizienter werde ich.
00:00:37: und das wollen wir vermeiden indem wir klare Strukturen schaffen indem wir digitalisieren indem wir bei der Digitalisierung den Mitarbeiter mitnehmen.
00:00:59: Heute mit einem kleinen Ausflug ins Gesundheitswesen.
00:01:03: In Zeiten, in denen Pflegekräfte und Klinikteams mehr denn je im Fokus stehen geht es um echte Lösungen aus der Praxis.
00:01:11: Wie gelingt Führung mit Herz?
00:01:12: wie halten wir Fachkräft im Beruf Und wie schaffen wir nachhaltige Strukturen für alle Beteiligten?
00:01:19: Die Akura-Fachklinik steht für modernste Orthopädie Mit Spezialisierung auf Endoprothetik sowie medizinische Rehabilitation.
00:01:29: Ihr ganzheitliche Ansatz verbindet interdisziplinäre Versorgung mit optimalen Patientenergebnissen.
00:01:37: Und damit starten wir das Gespräch mit Achim Schütz, Leiter der Akura Fachklinik mit Hauptsitz in Albstadt.
00:01:43: Herzlich willkommen!
00:01:44: Schön dass Sie da sind.
00:01:46: Ja Frau Kunz vielen Dank.
00:01:48: auch vielen Dank für das Kompliment wenn sie sagen mit klubem Köpfen über neue Ideen sprechen fühle ich mich positiv angesprochen und möchte mich bedanken auf die anderen Geschäftsführer der Fachklinik und für die Mitarbeiter.
00:02:00: Danke!
00:02:01: Sehr gerne, so starten wir doch gut ins Gespräch und wir können vielleicht noch, ist das auch meine Chance nochmal jemand direkten Profi zu fragen?
00:02:07: In Alpstadt ist er der Hauptsitz.
00:02:09: Ist es denn jetzt eigentlich auf der schwäbischen Alb oder in der Schwäbische Alb?
00:02:14: Ich bin mir da immer nicht ganz sicher.
00:02:15: Ja ich bin ja nun auch nicht hier heimlich also von daher fragen sie auch einen Ahnungslosen aber ich denke dass ist auf der Schwärzchenalpe.
00:02:25: Dann haben wir einmal da auf jeden Fall das schon mal geklärt, aber kommen wir jetzt zum Thema.
00:02:29: Also für ein Staat in den Pflegeberuf braucht es sehr viel Menschlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und einen stückweit auch Idealismus.
00:02:37: Und gleichzeitig brechen laut Zahlen des Bundesfamilienministeriums drei von zehn Azubis ihre Ausbildung frühzeitig ab.
00:02:46: Was passiert denn dazwischen?
00:02:47: Und was müsste sich da ändern?
00:02:50: Ja grundsätzlich... Hol ihn ein bisschen aus, weil ich glaube nicht nur im Pflegeberuf eine Gesundheitswesen.
00:02:56: Vor allen Dingen aber insbesondere brauchen wir mehr Menschlichkeit, mehr Verantwortung und mehr Pflichtbewusstsein.
00:03:02: Das ist ja ein gesellschaftliches Problem.
00:03:05: Hier merkt man es natürlich besonders, weil wir kranke Menschen pflegen.
00:03:09: von daher bedeutet das da besonders verantwortungsvoller und auch ein toller Job.
00:03:14: keine Frage Und woran liegt das?
00:03:17: Da muss man einfach ganz klar sehen, dass Bildungsniveau ist in Deutschland gesunken.
00:03:22: Das werden sicherlich auch Kollegen anderer Branchen bestätigen, dass die AZBs, die wir heute einstellen, die schulische Leistung nicht mehr erbringen wie sie noch früher erbracht worden.
00:03:34: Das heißt also, wir stellen auch Personen auszubildende ein, die bei früher vielleicht nicht eingestellt hätten um sie durch Praxisanleiter, durch Coaching dann halt zu unterstützen.
00:03:43: Dann halt die Ausbildung auch zu schaffen.
00:03:46: aber leider können wir halt eben versäumtes nicht nachholen und da muss man einfach sagen das Bildungsniveau in Deutschland hat sich deutlich verschlechtert.
00:03:57: Jetzt ist die Frage was tun wir denn daraus?
00:04:00: Das ist schon klar!
00:04:00: Das heißt wir nehmen das in Anspruch.
00:04:03: Wir haben halt sehr viele Praxisanleiter.
00:04:05: Wir haben gute Schule als auszubildenden.
00:04:10: Wir geben ihnen noch eine zweite Chance, das heißt wenn sie beim ersten Mal die Prüfung nicht bestehen dann unterstützen wir sie weiter.
00:04:16: und es ist nicht so dass wir halt eben schnell die Flinte ins Korn werfen und in der Probezeit beispielsweise wenn wir merken gehatsschulische Probleme, dann halt eben einen schonkündigen Sonne, wir begleiten die und sagen mal bemühen uns halt eben und achten eher dann halt ist die Person gewillt und motiviert Dann unterstützen wir sie und das schulische Spektrum können wir dann schon so unterstützen, dass sie die Ausbildung noch schaffen.
00:04:47: Hier ist es nur wichtig, dass man eben die Bereitschaft dafür hat.
00:04:51: Und ich sage mal ein bisschen auch in unserem Interview wird ja so ein bisschen drastisch auf den Punkt bringen.
00:05:02: um zu verdeutlichen hier an der Stelle Augen auf der Berufswahl.
00:05:06: Man muss schon gucken, worauf man sich einlässt.
00:05:08: Beispiel hat man im Krankenhaus der Schichtdienst.
00:05:12: Das heißt da muss man auch bereit sein diesen Schichtin abzuleisten.
00:05:15: Man hat eine Verantwortung und Eigenständigkeit, Selbstbehauptung, Teamfähigkeit und eine Verantwortlichkeit die sollte man schon mitbringen in diesem Beruf.
00:05:26: Und das kann man alles erlernen wenn man es denn möchte.
00:05:29: Glauben Sie denn, das hat auch was damit zu tun mit der idealistischen Forschung des Berufs?
00:05:33: Und dann der tatsächlichen Belastungen wenn man im Beruf ist und die Realität sieht.
00:05:37: Sie sprechen da ja auch häufig von dem Unterschied von tatsächlicher und gefühlter Belastung.
00:05:42: welche Rolle spielt das denn?
00:05:44: Ja das ist eine große Bedeutung.
00:05:50: Es wird sehr viel also ich sage es im Volksmund sehr viel.
00:05:54: Die Pflege ist schlecht bezahlt Man ist sehr stark belastet.
00:05:58: halt Sie sprechen ja das Thema der gefühlten und der tatsächlichen Belastung an.
00:06:04: Wenn man halt die Tatsächliche Belastungen, da gibt es Parameter kann man das.
00:06:09: wie viele Patienten werden pro Pflegekraft versorgt und auch gewichtet um ihre Krankheitsintensität?
00:06:17: sogenannte Case Mix Punkte nennt man das.
00:06:19: Da ist eigentlich die Kennzahl halt rückläufig leicht rück läufig.
00:06:25: vor allen Dingen seit Corona ist sie rückläufig.
00:06:28: Das heißt also Berechnet ist die Belastung halt rückläufiger, gefühlt ist sie höher.
00:06:34: Das hat was mit der gesellschaftlichen Einstellung und auch mit der Mentalität zu tun.
00:06:39: Und vor allen Dingen auf der einen Seite tatsächlich mit Prozessen, die total relativ chaotisch sind.
00:06:46: Wir haben halt – das darf man nicht vergessen – fast fünfzig Prozent der Arbeitszeit verliert eine Verwaltung oder eine Pflegekraft für bürokratische Dokumentationspflichten.
00:06:59: Das ist genau das, was eben dann halt von dem eigentlichen Beruf abhält nämlich Menschen zu pflegen.
00:07:05: Würde man das reduzieren?
00:07:06: Da kommen wir vielleicht später im Laufe des Interviews noch dazu weil es wird ja vom Pflegemangel dann gesprochen.
00:07:12: also ich sage mal bewusst provokant Wir haben keinen Pflegemangel Weil wenn man fünfzig Prozent dokumentarischer Tätigkeiten hat und würde die um die Hälfte reduzieren Dann hätte man einfach den Pflegekräften Und die machen genau das was sie wollen nämlich menschenpflegen.
00:07:30: Das ist auch da die gefüllte Belastung, wenn man hier noch ein Dokument unterschreiben muss und dann halt, wenn die Prozesse nicht abgestimmt sind.
00:07:38: Wo ist der Patient?
00:07:39: Ist er noch in der Funktionsdiagnostik?
00:07:41: Ist das noch in einer Untersuchung?
00:07:42: Ist es denn noch im OP?
00:07:43: Sind die Unterlagen alle vollständig?
00:07:46: fehlende Digitalisierung?
00:07:47: Beispielsweise ist es ein Thema... Dann hält das auf und nervt!
00:07:51: Das kennt ja jeder aus seinem Beruf.
00:07:53: Auch die Höhre, die vielleicht nicht im Gesundheitswesen tätig sind.
00:07:57: Wenn man den ganzen Tag sich abstrampelt und sich viele Mühe gibt, und hat das Gefühl, man hat nicht so wirklich erledigt.
00:08:02: Weil die, die man erreichen wollte, nicht die davon nicht erreicht hat, dann ist man abends müde und zufrieden.
00:08:08: Im Gegensatz wenn alles klappt, ich habe acht Stunden am Tag wirklich viel zu tun aber hab das Gefühl baue ich habe viel erreicht!
00:08:16: Dann ist man zwar genauso müde, aber dann halt eben doch viel positiver gestimmt und glücklicher letztlich weil man sich dann sagt, ich habe heute wirklich was erreicht.
00:08:24: Und das ist ja das Tolle am Gesundheitswesen, dass wir Menschen helfen ihre Krankheit zu bewältigen oder eben die Leidenszylindern halt.
00:08:34: Eigentlich im Total Sinn bewährter Beruf den ich auch nur empfehlen kann.
00:08:39: Aber wie gesagt nicht jeder ist dafür geeignet und sollte man sich überlegen was man denn machen möchte.
00:08:46: Genau jetzt ging es ja schon um das Thema Krankheit.
00:08:49: Ein ironides Gesundheitswesen ist ja, dass gerade auch die Menschen, die andere Pflegen sich kümmern oft selbst dann an ihre gesundheitlichen Grenzen kommen.
00:08:58: Sei es körperlich sei es mental.
00:09:00: sie als Klinikleitung haben natürlich auch eine Verantwortung ihren Mitarbeitenden gegenüber.
00:09:05: was ist da ihr Ansatz dem entgegen zu wirken?
00:09:09: Ja also die ironies des Gesundheitswesens ist die ironie des lebens.
00:09:12: halt das ist ja Die Ausgangsfrage.
00:09:16: in ihrem Anmoderation wurde sagen, was ist Führung mit Haft?
00:09:19: Was sind nachartige Strukturen.
00:09:21: Und Führungen mit HaFT ist dann halt eben das Arbeiten, dass wir ja grundsätzlich und da will ich jetzt keinen Vortrag halten aber da gibt es Literatur zur systemischen Führungshalt zum menschengerechten Führerung.
00:09:34: Wir haben hier unser unsere Gesellschaftssystem mechanisiert und wir führen halt eben Menschen nicht triviale Systeme, wenn man wissenschaftlich spricht wie Triviadesystem.
00:09:45: Das funktioniert da.
00:09:46: Es sind Menschen mit Herzverstand und so.
00:09:49: Und wenn man sagt es ironieges Gesundheitswesen dass die Menschen die andere pflegen selbst an ihre gesundheitlichen Grenzen kommen ja das ist natürlich weil die Gesellschaft überaltert.
00:09:58: die Mitarbeiter auch Teil der Gesellschaft.
00:10:01: Und so wie ein Friseur, man Haarschnitt braucht, braucht doch mal eine Pflegekraft einer Untersuchung.
00:10:09: Wie komme ich der Verantwortung nach?
00:10:11: Ich möchte nur sagen also Verantwortung jeder Mitarbeiter, jeder Mensch ist für sie selber verantwortlich.
00:10:16: Das wird auch leicht von der Gesellschaft weggedrückt.
00:10:21: die Politiker sind dafür zuständig Die Führungskräfte sind dafür zu ständig Nur ich nicht!
00:10:25: Nein es gibt eine Eigenverantwortung des Mitarbeiters Und ich glaube, dass ihr das so hart machen möchte.
00:10:31: Also ich habe sehr gute Erfahrungen damit, dass wir Mitarbeiter ob Ärzte, Therapeuten oder Pflegekräfte oder auch Techniker oder Küchenmitarbeiter die wollen tollen Job machen und Ich muss als Geschäftsführer denen den Rahmen geben, dass sie ihren Job ohne Gesundheitsgefährdung gut verrichten können und die Rahmenbedingungen dafür schaffen.
00:10:51: Ich sauge dafür, dass der Rahmen klar ist was gemacht wird, dass wie?
00:10:55: Dafür sind die Experten.
00:10:56: Ich bin keine Pflegekraft, ich bin kein Arzt.
00:10:58: Das wissen die selber und in einer systemgerechten Führung gebe ich ihnen die Möglichkeit sich dann zu verwirklichen und möglichst das.
00:11:08: wir haben ja eben drüber gesprochen.
00:11:09: Fünfzig Prozent ist nicht Pflegetätigkeit, beispielsweise Pflege bei den Ärzten ist es genauso.
00:11:14: auch fast die Hälfte ist für die Ärzte auch dokumentarische Tätigkeit.
00:11:18: Ich sie unterstützen dass man das digitalisiert, dass man von fünfzig Prozent ein paar Prozentpunkte weg nimmt.
00:11:25: Ich würde mir wünschen, mehr entbürokratisieren durch die Politik oder lasst eigentlich die Führungskräfte in den Gesundheitseinrichtungen dasselbe steuern.
00:11:35: Ihr nehmt nicht so viele Vorschriften dann kriegen wir schon viel mehr Effizienz in das System.
00:11:39: Da ich das aber nicht ändern kann versuchen wir das im Kleinen und das können wie in einem kleinen Fachklinikum halt Wir sind sehr familiär können wir das besser, weil wir enge Kommunikationswege haben und können uns selber unterstützen wie wir die Prozesse verschlagen.
00:11:53: Haben Sie denn da konkrete Beispiele?
00:11:55: Also was läuft bei Ihnen im Haus anders als in anderen Kliniken?
00:11:58: Was ist Ihnen wichtig?
00:12:00: Ja um mir ist es wichtig dass also menschlich dann halt eben zwischenmännliche gut funktioniert interdisziplinär funktioniert und es gibt eine hervorragende Zusammenarbeit Zwischen allen Berufsgruppen, das sind nicht nur Ärzte und Pflegekräfte.
00:12:12: Das sind die Therapeuten, das ist die Küche, da sind die Putzfrauen... Also im Prinzip Teamwork im wahrsten Sinne des Wortes.
00:12:21: und dadurch dass wir sehr schlanke Hierarchien haben, dass wir halt eben hohe Wert auf direkte Kommunikation und weniger auf Mails und Meetings legen sondern wir haben beispielsweise die Meetings auf ein absolutes Minimum zurückgeführt weil wir sorgen, dass jeder weiß was zu tun ist.
00:12:39: und wenn dann im Rahmen der Arbeit dann irgendwas anfällt, klärt man das auf operative Ebene ohne dass man direkt den Meeting einbaut.
00:12:48: Im Übrigen bin ich davon überzeugt, dass halt die Anzahl des Meetings der Indikator für die Inkompetenz einer Organisation ist.
00:12:56: Je mehr, desto ineffizienter wähle ich.
00:12:58: und das wollen wir vermeiden indem wir klare Strukturen schaffen.
00:13:02: Indem wir digitalisieren, indem wir bei der Digitalisierung die Mitarbeiter mitnehmen.
00:13:07: Das heißt wir haben so Keygroups, die gucken sich dieses Thema an Und die entscheiden halt wie die hier eingeführt werden.
00:13:14: Dann haben wir ein, also ich sag mal so einen ohne jetzt Wabung zu machen, ein Programm dass wie WhatsApp funktioniert, aber datensicher ist.
00:13:24: Wo wir unsere Daten für die Patienten geschützt, für die Mitarbeiter geschützten, austauschen.
00:13:31: Das heißt jeder Mitarbeiter sollte direkt informiert werden was im Hause denn passiert.
00:13:36: und Kommunikation ist das auch ein guter Führung Auch der Eigenführung.
00:13:42: Und wir unterstützen den Mitarbeiter darin selber Verantwortung zu übernehmen Weil das ist uns nach unserem Menschenbild.
00:13:50: Verstehen wir da so, dass jeder Mitarbeiter bestrebt ist auch eine gute Arbeit und eine sinnvolle Arbeit zu leisten?
00:13:57: Und die Umgebung?
00:13:58: schaffen wir aber das zu erfüllen übernehmlich Verantwortung für die Mitarbeiter?
00:14:03: in dem Fall?
00:14:03: nein!
00:14:04: Das erwachte ich von den Mitarbeitern und das klingt immer so Erwartungshaltung.
00:14:09: Aber das sind ja nicht meine Kinder, es sind ja erwachsene Menschen die hervorragend, also man ist oft über ich bin oft überreicht was für Fähigkeiten und Wissen einen Mitarbeiter haben.
00:14:23: Beispiel gibt es die innebetriebliche Fortbildung dass man halt sagt Mensch wir haben dann halt eben irgendein Thema.
00:14:29: wie geht man mal bei Palliativpatienten das trifft jetzt auf eine orthopädie bei uns nicht zu sein.
00:14:34: Beispiel das mit Frontaleneinfeld.
00:14:36: Wie geht man da um weil er sehr die Pflegekraft den Arzt ja belastet?
00:14:40: Und da gibt es halt tolle Lösungs-Szenarien von Mitarbeitern, die ertag Einsaug aus in diesem Job sind.
00:14:46: Wie sie diese Last dann halt bewältigen können und die vermitteln das den anderen Kollegen?
00:14:51: Und das ist ein schaffende Kultur des Miteinanders.
00:14:57: ist ja oft dann auch die Freiheit sich zu entwickeln und seinen Können auch sozusagen zu nutzen, sich eigene Sachen zu überlegen.
00:15:03: Ich erinnere mich da auch noch an uns im Vorgespräch.
00:15:05: auch noch ein Beispiel von der Bachelor Studentin glaube ich.
00:15:08: das fand ich auch ganz spannend.
00:15:09: was ist denn da das konkrete Beispiel?
00:15:11: Kannst du es nochmal erzählen?
00:15:12: Ja das ist ein kleines Beispiel.
00:15:14: aber das bedeutet halt wenn jemand eine gute Idee hat.
00:15:17: Da machen wir kein betriebliches Vorschlagswesen mit Incentivierung Sondern jeder kann, wird unterstützt sich dann einzubringen.
00:15:24: Und da gibt es halt eine Auszubildende die muss eine Bachelorarbeit stellen und erstellen und hat sich überlegt Mensch das wäre doch ein tolles Thema.
00:15:32: wir haben auf der Gerätschene Rehabilitation haben wir nicht so einen richtigen Wohlfühl Oase für die Patienten und da gibt's ein Raum.
00:15:41: ich mache dann halt eben ein Konzept wie er ausgestaltet wird wieder auch eingerichtet werden soll.
00:15:50: als Kaufmann muss man ja wissen, was das kostet.
00:15:53: Hervorragend gemacht und das werden wir umsetzen.
00:15:57: Und das ist natürlich ein Beispiel für die anderen wie es möglich ist dass man sein eigenes Arbeitsumfeld dann strukturieren kann.
00:16:09: Mitarbeiterinnen, die das macht ist natürlich ein tolles Feedback.
00:16:13: Dass wir da so wie sie das geplant hat umsetzt.
00:16:15: Da muss kein Geschäftsführer oder technische Leiter und es können die Mitarbeiter entscheiden.
00:16:19: Und es sind stückweite Kultur, dass für uns unseren Arbeitsumfeld sehr beschaffen können.
00:16:24: Also echtes Mitgestalten sozusagen?
00:16:26: Genau, dieser ganzheitliche systemische Ansatz, der spiegelt sich ja aber auch bei Ihnen im Umgang mit Patienten und Patientinnen an vielen Stellen wieder.
00:16:36: Etwa bieten Sie für alle begleitend wenn sie bei Ihrem Haus dann auch Psychotherapie an.
00:16:41: inwiefern wird es ein bisschen größer gezogen das ganze Thema?
00:16:44: Inwiefern müssen wir Gesundheit und insbesondere Heilung neu denken?
00:16:49: Neu denken also ich sag mal da gibt es das Konzept des Systemischen oder Lösungsorientierten Führungen dass wir halt eben unterscheiden müssen zwischen trivialen System und nicht trivialen system.
00:17:02: Was ist das als Beispiel?
00:17:03: Ein triviales System ist ja Auto, denn je Auto defekt ist bringen sie sich zur Werkstatt sagen halt was.
00:17:09: dann fehlt also die Kupplung oder irgendwas.
00:17:11: ich weiß nicht erfährt nicht mehr.
00:17:12: wird ein Ersatzteil eingebaut dann funktioniert es dann wieder.
00:17:16: Das funktioniert bei Nicht-Trivialen System nicht wie der Mensch so dass heißt er kommt mit Rückenbeschwerden zu uns.
00:17:22: diese rückenbeschweden können auch psychen Ursprung sein.
00:17:27: Wir können dann halt eben durch die Operation das Symptom, nämlich den Rückenschmerz heilen.
00:17:33: Aber der Patient kann sich ja nur selber von seinem Problem heilen!
00:17:37: Deswegen möchten wir dann durch eine Kooperation psychosomatische Unterstützung anbieten.
00:17:42: Wir haben ja Kurse der Profi-Lachse, die wir anbieten.
00:17:46: wenn es nicht hilft... Ich meine auch ein Vorurteil dass in deutschen Kliniken jeden Patienten, der zu uns kommt direkt unter das Messer legt.
00:17:56: Das mag ja vielleicht vorkommen ist aber, ich sag mal unternehmerisch ein schlechter Ansatz.
00:18:02: und wir machen das nicht sondern wir versuchen dann halt bei einer, nehmen wir einen Beispiel Knieprothese.
00:18:08: Das Knie zu erhalten solange es geht.
00:18:11: wenn es halt nicht mehr geben der Patient das will wird es ersetzt und dann kommt anschließend auch die Rehabilitation da sehr schnell wieder mit dem künstlichen Kniegelenk leben kann.
00:18:22: Und das ist halt systemisch bedingt.
00:18:24: Das heißt Profilaxe, OP-Nachsorge und auch Begleitung, Therapeutchiebegleitung Fysiotherapie.
00:18:31: wie kann ich meine Rücken stärken?
00:18:33: Wie kann nicht mein Kniewellen die Bewegung wichtig ist?
00:18:35: Das wissen wir ja alle.
00:18:36: was gesundes und nicht gesund.
00:18:38: Wir machen es nicht aber wir versuchen das zu vermitteln und bieten den Patienten ein ganzheitliches System an und denken eigentlich systemischer.
00:18:47: einfach das Denken daran dass das so ist dass wir nicht triviale Systeme sind, das es komplexer ist.
00:18:53: Das ist schon mal der erste Ansatz.
00:18:56: Haben Sie denn das Gefühl, dass gerade in der Medizin alte Strukturen sich besonders hartnäckig halten?
00:19:01: Also ist man da besonders viel Arbeit gefragt um das zu ändern?
00:19:05: Ich bin Adler Torpeutsch Ausbildung und was wirklich sehr hartnällig ist, sind die Glaubenssätze.
00:19:12: Das kennt ja jeder von sich persönlich halt.
00:19:14: Das ist ein unternehmerischer Glaubenssatz.
00:19:17: Ich muss die Leistung erbringen, ohne nichts wirkt man nicht und das gibt es auch im unternehmerischen Alltag.
00:19:27: Da gibt es systemisch bedingte Strukturen, das ist vollkommen wertfrei.
00:19:34: Wenn ich sage, in die Verwaltung gehen dann halt eher Mitarbeiter, die Sicherheit haben wollen ins Marketing gehen, ja Leute, die kreativ sind.
00:19:43: Das sollten sie nicht tun wenn sie Buchhalter werden wollen, kreative sein und das prägt ein System.
00:19:50: Das Gesundheitswesen ist noch sehr stark geprägt.
00:19:53: immer noch hat sich deutlich verbessert Aber immer noch stellen Sie mal vor, das kennen sie ja.
00:19:58: Dann früh haben ordentliche Einrichtungen, dann halt eben Kliniken gegründet um die Menschen, die nichts hatten, die Armwarn zu versorgen.
00:20:06: Da galt das Thema seit Frut dass es uns gibt und seid man ganz schön still so.
00:20:11: Das ist heutzutage natürlich kein unternehmlicher Ansatz mehr sondern wir sind für die Patienten da.
00:20:17: Das sind unsere Kunden Und nicht nur die Patienten sind unsere Kunden, sondern auch der Rettungsdienst.
00:20:22: Die Angehörigen und die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen sind unser Kunden.
00:20:27: Da sollten wir uns darauf konzentrieren, dann eine gute Leistung abzubilden.
00:20:36: Das war das Eine, das Andere ist es war immer noch sehr hierarchisch stark geprägt.
00:20:40: in früheren Jahren gab's den sogenannten Halbkord in Weiß, der war unantastbar und das hat sich auch mittlerweile gewandelt uns die neue Generation von Chefärzten.
00:20:51: Die sind Teamplayer und diese sehr starke Hierarchie gibt es noch für Einzelnen aber das ist glaube ich halt eben eine Struktur, eine Kultur von gestern sondern ein guter Chefarzt der herausragend ist ohne Pflege oder Therapeuten nur halb so gut.
00:21:11: Kommen wir nochmal auf das Thema Belastung zurück.
00:21:14: Sie hatten es ja vorhin auch schon mal angesprochen, dass die Dokumentationspflicht, Bürokratie
00:21:18: etc.,
00:21:19: bis zu fünfundzwanzig Prozent der Arbeitszeit frisst wenn man das so ausdrücken möchte.
00:21:26: Wie handhaben sie das im Haus?
00:21:27: Das Thema Digitalisierung wie gehen sie das an?
00:21:30: was machen sie dafür Erfahrungen?
00:21:33: Ja also erstens noch etwas hinten nicht vormundzwanzen sich da wäre schön, dass der hat bereit ist sind sogar fünfzig Prozent fast okay Und das ist ja etwas, was wir nicht unbedingt ändern können.
00:21:44: Weil das sind die Anforderungen, wo?
00:21:46: Die an uns gestellt werden.
00:21:48: also war es früher noch so dass pflegekraft ein frühstück vorbereitet muss sie jetzt eine ananese mit pfegeplanung und assessment biografie vorlieben abnahmungsstand status etc.
00:21:59: festhalten.
00:22:00: ich persefliere jetzt ein wenig halt aber das ist das man nicht ganz ohne dokumentation auskommt ist selbstverständlich.
00:22:07: Es ist aber deutlich, deutlich zu übertrieben und führt es dann halt eben zu Engpissen, zu einer Belastung.
00:22:14: Und man darf ja nicht vergessen, Pflegekräfte haben diesen Beruf zurecht gewählt um Menschen zu pflegen und nicht um irgendwelche Dokumentationen durchzuführen.
00:22:22: das macht unzufrieden und genau.
00:22:25: und das ist halt eben dann wenn die Prozesse da noch nicht überkommen Prozesse, wie stellt man sich das vor?
00:22:31: Der Patient kommt, wird dann untersucht.
00:22:34: Ist er jetzt noch in der Radiologie?
00:22:36: Ist er noch in einer Funktionsdiagnostik?
00:22:38: Ist es schon im OP?
00:22:39: Wo ist er denn gerade?
00:22:41: Wenn ich dann halt eben die Strukturen, die Prozesse nicht richtig dann halt optimiert und abgestimmt habe.
00:22:47: Da ist da auch die belastenden Telefoniere hinterher.
00:22:50: hat der Arzt die Visite schon gemacht sind die Medikamente schon verabreicht und das sind alles Strukture die wir in der Hand haben wie wir selber gestalten können Und die Digitalisierung hilft.
00:23:02: so sie entlastet Ihre Frage beantworten.
00:23:05: Wir haben unseren Mitarbeiter dann halt auch mit geschult und auch mit bei dem sogenannten Customizing, also beim Einrichten der elektronischen Patientenakte mitgenommen oder haben gesagt immer dann wenn ihr den Eindruck habt es entlastet euch nicht machen wir was falsch war.
00:23:22: alle eingewöhnung muss am Ende des Tages die digitale Prozessstruktur euch deutlich entlasten dass ihr mehr Zeit findet Patienten hat und deswegen Wir verbinden sie sehr stark ein und ich glaube, dass es uns auch recht gut gelungen hat.
00:23:41: Dass wir unseren Mitarbeiter dann halt auch anhalten mit das System zu optimieren.
00:23:48: Und immer optimiert zu halten ist ja nicht so, dass das irgendwo im Status quo erreicht ist.
00:23:53: Das ist ja permanent in Veränderung und das heißt, wir müssen immer wieder nachschärfen.
00:23:58: Genau jetzt kommen wir zum Ende nochmal vielleicht zum Anfang zurück sozusagen.
00:24:02: Wir haben ja bei der jüngeren neuen Generationen angefangen mit der Frage zum Thema auszubildende Azubis, deswegen ist noch ein bisschen persönlicher die Frage was würden Sie denn Ihren Kindern raten wenn sie auf die Idee kämen eine berufliche Laufbahn in einer Klinik einzuschlagen?
00:24:19: Also das ist ganz konkret, weil mein jüngster Sohn hat eine ganz andere Neigung.
00:24:24: Dem geht er jetzt nach.
00:24:25: Der ist gleich selbstständig und ist da unterwegs.
00:24:28: Und bei dem anderen trifft der sehr gut.
00:24:30: Er hat verschiedene Praktikkars gemacht.
00:24:32: Ich sagte ja eben Augen auf beim Berufsfall habe ich meinen Kindern auch gesagt.
00:24:36: Macht Praktikaß guckt es euch an, weil er wollte in die IT.
00:24:39: Hat gesagt ne dann wird mehr zum Nerd möchte ich nicht.
00:24:42: Dann hat er eine Ausbildung gemacht zum OTA und da wurde ihm bescheinigt.
00:24:45: Ich zitiere, also obokopp, zitiiere ich.
00:24:48: Wenn jemand geeignet ist für die Profession des Medikus dann ist es der Herr Schütz Also mein Sohn Weil er da halt eben sein Ja seine Neigung dazu sah Und deswegen ist er tatsächlich auf dem Weg Arzt zu werden.
00:25:03: Tatsächlich und da stößt sich ihn wenn er gesagt hätte ich will falls sie Bankaufmann werden Hätte ich das auch getan?
00:25:09: Also an alle Also das ist ein toller Beruf im Gesundheitswesen zu arbeiten.
00:25:14: Kann ich nur empfehlen, es ist krisensicher.
00:25:16: wenn sie heute deutsche Arzt, deutsche Pflegekraft sind und sagen Ich will in den Bergen arbeiten dann rufen Sie was weiß ich Garmisch-Pachtenkirchen, Hindelang oder wo sonst?
00:25:25: Kliniken gibt an und sagen ich würde gerne dahin ziehen und bei ihnen arbeiten.
00:25:30: da ist die Wahrscheinlichkeit dass sie sagen okay kommen sie nächste Woche können sie anfangen hoch ja.
00:25:35: und wenn sie dann noch sagen nach zwei Jahren ne die berge das beengt mich will an die Willen Asyl Dann haben sie da die Möglichkeit.
00:25:42: Das ist ein zukunftssicherer Job, das ist ein inhaltlich toller Job.
00:25:45: aber man hat eine Verantwortung und Schichtarbeit.
00:25:49: Und auch verdient man ganz gut als Auszubildende und Pflegekraft.
00:25:54: Aber man hat dann keine Weiterentwicklungsmöglichkeiten.
00:25:57: Die sind eben so begrenzt.
00:26:01: Man kann an der Pflegedienstdirektion werden oder Stationsleitung werden.
00:26:04: Da ist es vielleicht die Einschränkung sich schau machen.
00:26:07: Und wenn man sagt doch, das ist ein toller Job.
00:26:09: Kann ich jedem empfehlen?
00:26:10: Das ist wirklich einer der nicht, die sich das
00:26:13: möchte.".
00:26:14: Das klingt jetzt zum Abschluss noch einer sehr positiven und schönen Perspektive nachdem wir auch so viele kritische Fragen gestellt haben und diskutiert haben.
00:26:23: Dann bedanke ich mich ganz herzlich für das Gespräch, Herr Schütz.
00:26:26: Für die Einblicke.
00:26:29: Geriatri so weit ist es bei mir noch nicht?
00:26:30: Aber wenn dann vielleicht würde ich mich auch auf die Wohlfiloase bei Ihnen freuen und wir gucken mal was wir bei Ihnen aus dem Haus noch hören.
00:26:37: Vielen Dank!
00:26:38: Ja gerne, ich danke Ihnen auch.
00:26:39: Geratri ist zu früh aber wir haben Hydrojet.
00:26:41: Das ist eine Wassermassage.
00:26:43: Das können Sie mal vorbeikommen, die ist ganz nett.
00:26:45: Hervorragend, dankeschön!
00:26:47: Gerne, mein Leben ist gut von uns.
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