Generation erschöpft: Warum Unternehmen Gesundheit zu spät ernst nehmen

Shownotes

Arbeit müsste heute leichter sein: KI, digitale Tools und permanente Verfügbarkeit versprechen mehr Effizienz. Trotzdem fühlen sich viele Menschen müde, gestresst und dauerhaft im roten Bereich. Woran liegt das?

In dieser Folge des DUP Business Talk spricht Fanny Rosenberg mit Martin Gratzer, Geschäftsführer von Biogena, Longevity-Coach und ehemaliger Leistungssportler. Es geht um den schmalen Grat zwischen Leistung und Verschleiß im ganz normalen Arbeitsalltag. Gratzer erklärt, warum viele Menschen Funktionieren mit echter Leistungsfähigkeit verwechseln, weshalb Schlaf, Energie, Bewegung, Ernährung und Mikronährstoffe keine Wellness-Themen sind und warum Gesundheit für Unternehmen zunehmend zum Effizienz- und Wettbewerbsfaktor wird.

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00:00:00: Ich glaube, in Zukunft wird das Managing von Gesundheitsdaten ähnlich selbstverständlich sein wie Betriebswirtschaftler hier kennenzahlen.

00:00:08: Aber nicht um Menschen jetzt zu kontrollieren, dass sie es nicht sind sondern einfach um bessere Entscheidungen gemeinsam zu treffen.

00:00:14: weil wir messen heute, wir messern Umsatz, Cashflow, Produktivität alles.

00:00:18: aber bei Gesundheit muss ich ganz offen sagen da fliegen wir oft blind und ich glaube das wird ein extrem wichtiger Punkt für Unternehmen werden.

00:00:31: Wir leben in einer Welt, die auf den ersten Blick immer komfortabler wird.

00:00:36: Wir haben super viele digitale Tools, die uns Aufgaben abnehmen.

00:00:39: Künstliche Intelligenz ja sowieso!

00:00:41: Wir haben auch Wissen das überall und jederzeit verfügbar ist.

00:00:45: Das heißt eigentlich könnte man sagen Arbeit müsste doch leichter geworden sein Und trotzdem erzählen Zahlen und Lebensrealitäten was ganz anderes.

00:00:53: Die Krankenstände sind super hoch psychische Belastungen nehmen zu und Menschen sprechen heute mittlerweile schon mit Anfang dreißig von der Schöpfung.

00:01:02: Das heißt, unsere moderne Arbeitswelt ist voller Versprechen an der Produktivität aber viele Menschen erleben sie gar nicht als entlastend sondern belastend.

00:01:12: Und für Unternehmen ist das natürlich auch kein Randthema mehr, es ist auch den Arbeitgebern natürlich wichtig dass es ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gut geht aber die Logik des wirtschaftlichen Handelns ist ja manchmal auch ein bisschen hart.

00:01:25: letztendlich geht es um Rentabilität, um Wettbewerbsfähigkeit und um operative Verlässlichkeit bei Unternehmen.

00:01:33: Deswegen verstehen immer mehr Unternehmen das Thema Gesundheit auch als ein strategisches.

00:01:37: Das heißt, wenn Erschöpfung, wenn Fehlzeiten, wenn innere Kündigung immer mehr zunehmen, dann wird das für Unternehmen einfach zum Effizienzproblem.

00:01:46: und darüber sprechen wir heute über die Frage warum moderne Arbeit scheinbar häufig gegen unsere biologische Natur läuft?

00:01:53: Und wie Menschen aber auch Unternehmen einen klügeren Umgang finden können mit Energie, mit Belastungen und mit Regeneration.

00:02:02: Wir sprechen darüber mit Martin Grazza.

00:02:05: Martin ist Unternehmer und Longevity-Experte, auch ehemaliger Leistungssportler.

00:02:10: Er ist heute der Geschäftsführer von Biogena.

00:02:13: Das ist ein Unternehmen das sich auf Mikronährstoffe, auf Präventionen und auf Longevity spezialisiert hat.

00:02:19: Und ich freue mich ganz doll dass er heute hier ist.

00:02:21: Martin Hallo!

00:02:23: Na, wir kennen uns ja auch schon ganz gut.

00:02:26: Aber ich möchte gerne dass du dich trotzdem noch mal vorstellst für alle die dich nicht kennen.

00:02:31: Ich finde es nämlich super spannend.

00:02:33: erstmal deine Zeit jetzt hier bei Biogena da bist du ja wirklich knitiv drin oder bis zum Heise drinnen im Thema Gesundheit Mikro-Nährstoffe Longevity aber auch deine Zeit vor Biogena ist ja so spannend weil du da also Athlet warst Leistungssportler und wahrscheinlich eine Menge darüber gelernt hast, was der Körper so alles kann.

00:02:52: Was man ihm auch abverlangen kann und was er braucht.

00:02:55: Aber sehr sicher ja auch dieses Muster dass man den Körper über Grenzen hinaus führt die gut für ihn sind.

00:03:04: Ja absolut!

00:03:05: Ich habe glaube ich aus vielen Fehlern gelernt in der Vergangenheit.

00:03:07: also bin heute wie du gesagt hast Geschäftsführer für Biogener One und auch Mitentwickler sowie für die Bereiche Biohacking oder Long-Jabby die Biohinmarmannis nennt und Prävention bei Biogena verantwortlich.

00:03:19: Und davor, das ist aber jetzt schon viele Jahre her mit dreißig Kilometer war er auch Leistungssportler also Kugelstoßer und danach war er fünfzehn Jahre im Banking in führenden Position enttätigt.

00:03:32: Heute beschäftige ich mich prima damit wie sozusagen man das Thema oder die wichtigste Ressource Gesundheit und Leistungsfähigkeit, wie man das Ganze optimieren kann.

00:03:44: Ich denke der Leistungsport hat mich wirklich extrem geprägt weil ich bin grundsätzlich jetzt nicht mit diese optimalen Voraussetzungen so großgebraten, also was die Genetik betrifft.

00:03:55: Weil sie sind ja meistens zwei Meter groß.

00:03:58: Das bin ich nicht.

00:03:59: Haben Hände wie Toilettennäckle.

00:04:01: Also habe auch nicht relativ zarte Hände und deswegen habe ich mit sechzehn Jahren schon begonnen, mich intensiv mit alternativen Methoden zur Leistungsoptimierung zu beschäftigen.

00:04:13: Wenn du das gleiche machst als deine Mitbewerber, die diagnostisch überlegen sind dann hast du keine Chance.

00:04:18: Und da bin ich dann auf Charles Bollackwien gestoßen, der war mein Mentor und Freund.

00:04:23: Den kennt man wahrscheinlich jetzt nicht, wenn man nicht in dieser Strengths-Community ist.

00:04:28: Er war der erfolgreichste Krafttrainer aller Zeiten, hat also in dreißig verschiedene Sportarten Olympia Sieger Weltmeister usw.

00:04:34: trainiert und war seinerzeit extrem voraus.

00:04:38: Also wenn wir heute über Omega-III reden, über Beptide, über Vitamin C das hat er alles Anfang der Neunziger schon eingesetzt bei seinen Athleten.

00:04:47: Und das wichtigste Beleichter wo es ja mal eben gezeigt hat ist die Leistung nicht durch einzelne Maßnahmen entsteht sondern ein bisschen das Zusammenspiel von vielen kleinen Faktoren und können später sehen auf das Thema was das für eine Unternehmen bedeutet.

00:05:01: aber ich sage euch an die Grenze zu gehen Das habe ich natürlich gemacht, das Thema beim Leistungssport ist es nicht gesund und Gesundheit ist ja mehr ein Mittel zum Zweck im Sport.

00:05:14: Und hier über zwölf Operationen hinter mir trotz sauberer Training und vieles mehr und das hat mich viele Energie gekostet mit auch wieder zurück zu kämpfen und ich glaube da sollte jetzt nicht dieser Blueprint für die Menschen in der Wirtschaft oder im Arbeitsleben sein.

00:05:31: Aber du kennst ja beide Welten.

00:05:32: Du weißt, wie man quasi systematisch als Athlet an das Thema Leistungsfähigkeit herangeht und du weißt aber auch jetzt bist du mittlerweile bei biogener Geschäftsführer.

00:05:41: Du weiß natürlich auch dass man im Beruf den Körper- und auch dem Geistleistung abverlangt.

00:05:48: Und aus deiner Zeit als Athlet weißt du zumindest gut, dass man Regeneration braucht also dass ein gewisses Gleichgewicht da sein muss Und es würde wahrscheinlich im Sport auch keiner erwarten, dass du die ganze Zeit Höchstleistung bringst, während andere Sachen eben nicht stimmen.

00:06:08: Die Ernährung oder Schlaf oder eben die Regeneration und seltsamer Weise leben wir aber in der Arbeitswelt überhaupt nicht danach.

00:06:16: Also da stimmt jetzt dieses Verhältnis von Leistungen und Regenation häufig nicht.

00:06:22: Was meinst du?

00:06:23: Warum ist das so?

00:06:25: Ich denke, weil die Rechnung im Berufsleben oft erst viel später kommt.

00:06:29: Im Sport sieht man die Konsequenzen eigentlich sofort.

00:06:31: wenn jetzt ein Sportler schlecht schläft, sieht man es dann am nächsten Tag bereits in der Leistung und das wird ja extrem viel gemessen auch.

00:06:39: Und bei Unternehmen oder einfach Mitarbeiter ist es so dass das oft Jahre oder sogar Jahrzehnte dauert und dann werden eben gewisse Wahnsignale ignoriert.

00:06:51: aufgefallen ist, also ich arbeite mit vielen High-Performen meistens zwischen vierzig und sechzig zusammen weil da kommen dann die ersten Themen auf.

00:06:58: Und die verwechseln oft funktionieren mit Leistungsfähigkeit.

00:07:02: Das heißt die häufigsten Themen oder Problemstellungen sind ja dann ähnlich.

00:07:05: Also Schlafprobleme, Stress, Energiethematik, Konzentrationsprobleme ,die ersten Schmerzen, Bandscheibe, Knie wie auch immer.

00:07:14: Und das Problem dabei ist dass viele sozusagen das heißt normal erachten, wie sie sich so fühlen.

00:07:23: Das heißt wenn jemand jetzt zehn Jahre schlecht schläft, ständig müde ist in der Früh immer drei Kfee braucht oder mehr noch um über den Tag zu kommen oder am vorhinigen Tag zu starten dann ist es für ihn irgendwann sozusagen der Normalzustand.

00:07:35: und das ist etwas was man im Leistungssport natürlich nicht akzeptiert.

00:07:39: und das Interessante ist aber dann in den Coachings dass Die Leute merken erst dann, was eigentlich der richtige Normal- oder Optimalzustand ist.

00:07:49: Wenn die Energie dann zurückkommt und der Schlaf sich verbessert usw.

00:07:55: Es ist ja auch nicht so dass wir nicht wissen, was für uns gut wäre.

00:08:00: Eigentlich können wir es ja kaum noch hören.

00:08:01: Jeder weiß wenn man soll viel schlafen.

00:08:02: Wir sollen uns bewegen!

00:08:03: Wir sollen nicht abends um zehn noch unseren Markenum reinknallen.

00:08:07: Wir müssen wissen was wir tun müssten... Und machen es nicht.

00:08:12: Ist das jetzt deiner Meinung nach ein individuelles Disziplinproblem, dass jeder so für sich hat?

00:08:17: Oder ist da auch ein strukturelles Problem moderner Arbeit vorhanden?

00:08:24: Teils teils!

00:08:24: Also die Frage ist wirklich berechtigt denn ich würde sagen die meisten Menschen brauchen eben keinen Motivations- oder Disziplintrainer.

00:08:33: Wir brauchen primär bessere Schlaf weil die chronische Müdigkeit macht aus uns allen sozusagen eine schlechtere Version unserer selbst.

00:08:41: und Das sehe ich jetzt in den letzten zwanzig Jahren eigentlich immer wieder.

00:08:45: Und das hast du ja auch angesprochen, viele Menschen wissen jetzt was gesund wäre.

00:08:49: Das heißt bin ich voll bei dir!

00:08:51: Nur Wissen allein verändert halt Verhalten nicht.

00:08:54: Oft sind es Prioritäten, muss man ganz offen sorgen.

00:08:57: Oft fehlen die passenden Rahmenbedingungen.

00:08:59: da kommt dann zum Beispiel das Unternehmen ins Spiel.

00:09:02: Manchmal ist es auch wirklich disziplin aber meistens vielleicht später noch fehlt Energie.

00:09:10: Was meinst du denn aber mit den Rahmenbedingungen?

00:09:12: Mit den Rahmen-Bedingungen kann jetzt im Unternehmen sein, dass man Möglichkeiten hat sich auch dort irgendwo zu bewegen.

00:09:20: Also Sport zu machen oder auch das man sich die Rahmenbedienungen zu Hause schafft wenn zum Beispiel das Fitnessstudio zu weit weg ist.

00:09:27: also ich glaube da geht es einfach darum diese Rahmenbedbingung zu schaffen und das geht dann oft nicht immer um das Optimum also das habe ich auch gelernt sondern eher darum ... dass man einmal die ersten Steps überhaupt macht.

00:09:40: Aber es ist halt, also ich finde da ist ja wirklich dieser Dreh- und Angelpunkt der so schwierig ist.

00:09:46: Also... Ich bin zum Beispiel auch relativ tief in diesem Gesundheits- und Longevity-Thema drin,... aber ich habe jeden Abend trotzdem immer so diesen inneren Kampf.

00:09:54: Sollte ich weiß?

00:09:54: Ich soll jetzt ins Bett gehen!

00:09:56: Aber dann hat man jetzt irgendwie ein bisschen Zeit für sich und man genießt das so und nachkommt noch eine halbe Stunde.

00:10:02: Also kann man jetzt wenn man selber so sehr mit dem inneren Schweinehund andauern kämpft.

00:10:08: Kann man dann überhaupt von Unternehmen verlangen, dass die Gesundheit zu deren Angelegenheit machen?

00:10:15: Also kann man von Unternehmen erwarten, dass sie jetzt auch noch für unseren Schlaf unserer Ernährung, also für den Stress wahrscheinlich schon aber oder eben auch für die Bewegungen ihrer Mitarbeiter zuständig ist.

00:10:29: Findest du das ist so oder würdest du ihm eigentlich eher widersprechen?

00:10:33: Auch da würde ich sagen ja ein, also grundsätzlich die Gesundheit bleibt in der Hauptverantwortung jedes Einzelnen.

00:10:40: Das muss man ganz klar sagen.

00:10:42: aber Ich glaube dass Gesundheit in den nächsten zehn Jahre wirklich zu einem extrem wichtigen Wettbewerbsfaktor für Unternehmen auch werden wird und die Unternehmen profitieren ja von gesunden Mitarbeitern.

00:10:53: Und wenn jetzt Konzentration sinkt, die Krankenstände steigen und Menschen oft innerlich kündigen das passiert ja auch oft wird daraus dann schon ein wirtschaftliches Thema.

00:11:01: und deswegen glaube eben Wettbewerbsfaktor, nicht nur ein reines HR-Thema und die Unternehmen müssen da einfach lernen.

00:11:08: Wir messen ja sehr viele in den Unternehmen, wir messen die Maschinen auf die Minute genauer, wir optimieren die Prozesse, wir analysieren und optimieren Lieferketten ist gerade jetzt auch mein aktuelles Thema aber beim einen der wichtigsten und anfänglichsteiligen Produktionsfaktoren.

00:11:23: also bitte nicht falsch verstehen, aber dem Menschen wird oft erst reagiert wenn das Problem auftaucht.

00:11:28: Und das haltet für einen strategischen Fehler.

00:11:30: und vielleicht noch zurück vorher zu dem Thema, auch das wollte ich noch kurz ansprechen.

00:11:35: Ich glaube dass viele Probleme die Menschen als psychologische Probleme interpretieren beginnen oft physiologisch.

00:11:47: Das heißt nicht im Kopf sondern bei Schlafbewegung und der Nährung.

00:11:51: Und ich bin ganz bei dir ja manchmal hat man diesen inneren Schweinehund aber ich glaube das weißt du auch.

00:11:57: wenn gut ausgeschlafen ist, dann ist es auch am nächsten Tag leichter sich zu bewegen die richtigen Essensentscheidungen zu treffen als wenn man chronisch übermüdet ist.

00:12:10: Ja genau also aber das ist ja auch definitiv so dass die Arbeit schon auch Auswirkung auf die Gesundheit hat.

00:12:18: Also diese ganzen Zahlen die es gibt kommen ja auch nicht von ungefähr.

00:12:22: natürlich liegt es in der Verantwortung jedes Einzelnen sich einen Lebensraum aufzubauen, indem man sich gut ernährt.

00:12:30: Indem man sich bewegt, indem er guckt dass man gut schläft.

00:12:33: also das quasi die basalen Dinge stimmen damit man ein gesunder und auch geistig gesunder Mensch sein kann.

00:12:42: Auf der anderen Seite schaffen Unternehmen manchmal auch Räume oder Arbeitsalltag ein Arbeitsalltag der sehr belastend ist.

00:12:53: Das heißt, darüber möchte ich jetzt auch noch mal mit dir sprechen.

00:12:55: Wo ist denn... wo verläuft diese Grenze?

00:12:58: Also wo ist da die füre Grenze dazwischen dass der Arbeitgeber auch eine Verantwortung hat und wiederum die Eigenverantwortung jedes Einzelnen ist?

00:13:11: Ich glaube an das habe ich vorher schon erwähnt, dass die Rahmenbedingungen extrem wichtig sind und dort kann das Unternehmen einen großen Beitrag leisten nur ob jemand jetzt trainiert, grundsätzlich ausreichend schläft oder sich gesund ernährt.

00:13:24: Das bleibt immer am Ende sozusagen die Entscheidung des Einzelnen.

00:13:27: aber und jetzt kommen wir zu einem wichtigen Punkt Unternehmen können diese Entscheidungen leichter oder schwerer machen Und die Aufgabe von Unternehmen ist es meiner Sicht nicht an Menschen zu kontrollieren sondern eben diese Rahmenbedingungen zu schaffen.

00:13:41: und da liegt ein bisschen aus meiner Sicht dieser faire Grenze.

00:13:46: und Prävention sollte aus meiner Sicht eher wie so eine Art Buffet funktionieren.

00:13:53: Aber das ist ja auch sein Thema, da einer geht gerne ins Fitnessstudio oder andere interessiert sich für Yoga.

00:13:59: der einen möchte vielleicht dann erst einmal seine Blutwerte checken oder seine Knochen dichter verstehen und kommt dann aufgrund der Auswertung vielleicht ins Handeln.

00:14:09: Und dann gibt es noch Menschen und ich glaube dass sie sind im Bereich der betrieblichen Gesundheitsforsorge ein massives Thema.

00:14:14: Wir reichen eigentlich mit diesen Maßnahmen oft immer nur die gleichen zehn oder fünfzehn Prozent Und dann gibt es die eh schon so viel machen, um die anderen achtzig Prozent.

00:14:24: Die erreichen wir fast nicht und deswegen glaube ich ist auch wichtig gewisse passive Maßnahmen einzubauen.

00:14:31: Ja das vielleicht einmal dazu.

00:14:35: Aber ich finde es ja interessant, was du gesagt hast.

00:14:38: Es müsste nicht dasselbe sein die Verantwortung zu haben.

00:14:41: aber wenn Unternehmen jetzt begreifen das das Thema Gesundheit ein Wettbewerbsfaktor wird dann können sie natürlich Maßnahmen ergreifen um dafür zu sorgen, dass ihr Unternehmen effizient bleibt.

00:14:52: Das klingt immer ein bisschen zynisch weil das sowieso menschliches Kapital klingt.

00:14:57: aber letztendlich ist es einfach so Wenn es hart auf hart kommt, ein Unternehmen möchte Profitabe sein.

00:15:03: Und Profitabel kann das auch sein, wenn natürlich alle Mitarbeiterinnen

00:15:08: gut

00:15:09: Leistung bringen können?

00:15:11: Genau und das ist ja kein... Entschuldigung!

00:15:13: Es ist ja auch kein entweder oder.

00:15:14: Also wenn die Mitarbeiter gesund sind, leistungsfähig sind und mehr performen, ist sie das für beide gut.

00:15:22: Problematisch wird's dann, wenn man sozusagen über die Grenzen geht wie im Leistungssport.

00:15:26: Das sollte man ja nicht machen.

00:15:28: Ja, es ist quasi wäre dann ja eine Win-Win Situation für beide.

00:15:32: Für Unternehmen und die Mitarbeitenden.

00:15:33: Genau.

00:15:35: Jetzt gehen wir mal dazu über was tatsächlich konkret gemacht werden kann.

00:15:38: also Es gibt hier auch immer meistens Signale Die vielleicht auch in Unternehmen übersehen werden Also Signale bevor Menschen wirklich ausfallen Bevor also aus einer dauerhaften Überlastung Eine Krankheit wird oder einen Rückzug oder eine innere Königung.

00:15:58: Welche Symptome oder was übersehen da?

00:16:01: Welche Signale übersehen unternehmen deiner Meinung nach häufig.

00:16:06: Die meisten Menschen fallen ja nicht plötzlich aus, natürlich gibt es die Fälle auch aber oft schickt der Körper jahrelang eigentlich Wahnsignale.

00:16:14: Das heißt ja so schön der Körper flüstert bevor er schreit und oft hört man dann aber erst auf den Schrei.

00:16:20: Und ich glaube was Unternehmen hier mich in dem Fokus setzen sollten sind die Anzahl von Krankenstandstagebohrmitarbeiter, die oft auch Probleme im Team zu dem man hat.

00:16:31: Weil wenn es dann irgendwo sozusagen Reibungen gibt im Team ist das ja oft auch auf vielleicht mentale Stabilität dass es da vielleicht ein Problem gibt zurückzuführen oder wenn plötzlich ein Hyperformer plötzlich extreme Leistungseinbrüche hat.

00:16:46: also ich glaube da gilt jetzt auch als Führungskraft darauf zu schauen.

00:16:50: Und dann kann man, glaube ich sehr viel.

00:16:51: und morgen über Subpräventionscheck.

00:16:53: Das heißt, man kann HV-Messungen machen.

00:16:55: Man kann Vitamin D checken, man können die Knochendichte checken damit Dinge wie Osteoporosa dann kein Thema werden.

00:17:02: Wenn man jetzt auf den einzelnen Menschen schaut... Da sind wir wieder beim Thema Selbstverantwortung was einfach extrem wichtig ist.

00:17:07: Was ich oft sehe ist eben schlechter Schlaf über Jahre, weniger Energie, dann viel Kaffee.

00:17:13: Ich bin jetzt grundsätzlich selber auch ein Freund von Kaffees, aber es gibt auch nicht so viele.

00:17:18: Und dann brauchen diese Leute aufgrund von chronischen Stress am Abend oft Alkohol zum Unterkommen.

00:17:23: Das heißt, das verschärft sich.

00:17:24: Die Leute sind dann gereizt und weniger Geduld, Schmerzen nehmen zu, Konzentrationsprobleme... ...und viele denken, dass ist jetzt ein Teil des älterwerdens oder die Folge der Karriere.

00:17:36: Und das holte eben für einen Fehler.

00:17:38: und was mir immer wieder so erstaunt ist auch bei Führungskräften,... ...dass sie die Unternehmenskennzahlen, die kennen Sie vom A bis Z Und analysieren Sie und schauen sich alles an, aber die eigenen Frühwarnsignale, die jetzt gerade angesprochen haben, ignorieren sie oft über Jahre.

00:17:54: Jetzt haben wir viel über die Defizite oder über die Warnsigiale gesprochen.

00:17:59: Wenn wir jetzt auf das Gegenteil blicken, was brauchen wir denn eigentlich?

00:18:03: Wenn wir auf die Biochemie unseres Körpers schauen welche Faktoren entscheidenden da im Arbeitsalltag überhaupt?

00:18:09: darüber ob wir klar denken können.

00:18:11: Ob wir gute Entscheidungen treffen können und ob wir damit dann auch belastbar sind.

00:18:15: Gibt es natürlich viele.

00:18:16: wenn ich jetzt dem Wichtigsten nennen sollte nun wäre dass eben nicht Motivation sondern Energie Weil Energie wird jeden Tag verbraucht, nicht nur durch Körperlärbelastung sondern auch durch Entscheidungen im Berufsalltag.

00:18:30: Und wer halt jetzt an täglich hunderte Entscheidungen treffen muss, da erlebt man dann oft diese Entscheidungsmöglichkeit und das heißt... und dann sinkt natürlich die Qualität dieser Entscheidungen massiv.

00:18:42: Wenn man jetzt diese biologischen Faktoren anschaut, dann wären sie aus meiner Sicht wiederum.

00:18:46: Ich wiederhole mir aber es ist so Schlaf, dann Stoffwechselgesundheit, Muskelmasse Bewegung.

00:18:53: Und diese Faktoren bestimmen eigentlich dann letztendlich wie viel Energie das Gehirn überhaupt zur Verfügung hat.

00:18:59: und so ein bisschen Analogie, der menschliche Körper ist so ein bissel die Hardware auf dem dann die berufliche Leistung oder die geistige Leistung auch läuft.

00:19:08: Oder für dich spielen ja Mikronährstoffe eine riesengroße Rolle?

00:19:12: Und wir kennen uns natürlich auch schon.

00:19:14: du weißt auch dass bei mir es ist ähnlich.

00:19:15: also wir haben unsere kleinen Kistchen die wir da morgens immer haben oder abends was man da alles so einschmeißt.

00:19:23: Aber die Leute sind teilweise sehr ambivalent, was Mikronährstoffe angehen.

00:19:27: Erst mal gibt es ja das Lager, dass sagt in den Industrieländern brauchen wir überhaupt gar keine Mikronärstoffe weil da gibt es keine Unterversorgung.

00:19:36: und dann gibt's wieder ein anderes Lager das sagt Ja, Mikronährstoffe ist an sich nicht schlecht aber sie sind irgendwie auch türkisch.

00:19:43: Manchmal denken sie, sie nehmen ja ihren A bis Z komplex ein und denken dann kann ich auch abends mein Leberkäse essen.

00:19:51: Und das Hefe weizen weil ich bin hier super versorgt.

00:19:54: Also wie siehst du auf dieses Thema Mikronährstoffe?

00:19:58: Wo können die wirklich einen Unterschied machen und wo werden Sie denn überschätzt insbesondere wenn ganz basade Dinge wie Schlaf und Bewegung und Erholung gar nicht stimmen?

00:20:07: Also diese Frage bekomme ich sehr oft und manche sind dann überrascht über meine Antwort, weil ich auch bei Biogenar arbeite.

00:20:13: Aber Mikronährstoffe machen aus einem durchschnittlichen Menschen jetzt keinen Superhelden aber sie können durchaus der Grund sein warum jemand nichts ein maximales Potenzial erreicht.

00:20:23: das heißt ich würde sagen Mikronärstoffe werden gleichzeitig überschätzt aber auch unterschätzten so wie du angesprochen hast.

00:20:30: also überschädzt wenn Menschen dann oft glauben Sie können damit einen schlechten Lebensstil irgendwie kompensieren.

00:20:36: Das funktioniert nicht.

00:20:38: Unterschätzt aber, weil es halt wirklich im Alltag sehe ich heute sehr oft Defizite.

00:20:43: Also Vitamin D-Werte zu niedrig, Eisenwerte vollend bei Frauen oder Sportlern, Magnesiumdefizite unzureichende Omega-Dreifelsäuren und so weiter.

00:20:53: Was aber auch noch ein wichtiger Punkt ist neben den Mikronährstoffen sind natürlich die Makros, also Proteinfolgen.

00:21:01: Protein ist ja derzeit ein großes Thema, das ist eigentlich ein Hype Und ich sehe es aber nicht so kritisch, weil ich seh's auch eigentlich positiv.

00:21:11: Denn wir wissen dass die Durchschnittsbevölkerung nimmt zu ca.

00:21:15: ein Gramm, eins Komma Eins Gramm Protein pro Kilo Körpergewicht auf und wir wissen jetzt von Leistungssportlern das immer bei zwei Gramm.

00:21:23: Aber auch für die sozusagen durchschnitt Bevölkerungen vor allem bei älteren Personen empfiehlt man auch oft Richtung eins Kommas sechs Gramm.

00:21:32: Es hat dann Sättigungseffekt, es hat dann Muskulatur sozusagen Schützenden Effekt und vieles mehr.

00:21:39: Also Protein, glaube ich ist auch ein wichtiges Punkt.

00:21:42: Und jetzt zusammengefasst würde sagen Nahrungsergänzungen und Biohacks sind für mich so ein bisschen wie die Glasur auf dem Kuchen.

00:21:48: Das heißt eine gute Glasur kann den Kuchen besser machen aber sie ersetzt den Kuchen nicht also diese Basics die man braucht oder?

00:21:55: mein Mentor Charles Bollekwinde hat das immer gerne zugespitzt.

00:21:58: er hat gesagt du kannst keine Kanone aus einem Kanu feiern.

00:22:02: Ich würde ergänzen, du kannst das schon aber wahrscheinlich nur einen Malt und kippt das Kanu.

00:22:06: Das heißt die Basis muss stabil sein sonst bringen auch die besten Supplements nichts.

00:22:11: Und die spannende Frage dabei ist aus meiner Sicht nicht was wäre theoretisch optimal sondern was setzen jetzt Menschen eben dauerhaft um?

00:22:19: Jetzt kommen wir zu dem klassischen Beispiel Obst- und Gemüse essen können wir vom Stück Obst und Gemüsse.

00:22:25: Wir wissen dass Vier von fünf Deutsche, auch in Österreich ist es genauso.

00:22:30: Diese vierhundert Gramm Gemüse pro Tag nicht erreichen.

00:22:33: und da bin ich dann bei dem Thema BioHex oder Supplements.

00:22:39: Wir haben mit Biogener One zum den OBSCorp II Null am Start.

00:22:43: Nicht weil das Produkt jetzt alle Probleme löst sondern weil es halt einfach einfach in den Arbeitsalltag integriert war.

00:22:51: Programm und das soll nur ein bisschen zum Nachdenken anregen.

00:22:53: Da gibt es verschiedenste Programme, die man nutzen kann.

00:22:56: Aber wenn ein Programm wie Biogena One jetzt weniger als zwei Euro pro Arbeitsdag kostet und dafür sozusagen potenziell mehr Energie und Wohlbefinden für mehr Befindensorg, dann kann man sich das schon auch einmal aus wirtschaftlicher Sicht immer anschauen.

00:23:14: Insbesondere weil es ja auch einfach so bestimmte Disbalancen gibt, die Leute häufig haben die beruflich überlastet sind.

00:23:22: Also ich zum Beispiel Magnesium wäre ein so ein Beispiel, das heißt kannst du vielleicht dazu auch noch was sagen?

00:23:28: Ist ja einfach so dass Stress bestimmte Nährstoffe richtig frisst.

00:23:32: Ja absolut aber ich würde da noch etwas früher anfangen und vielleicht ein bisschen provokant.

00:23:37: Aber wir leben jetzt in einer Gesellschaft würde ich sagen die gleichzeitig massiv also im Großteil sind übergewichtig sehr oft Wir sind unterbemuskelt und chronisch gestresst Und der Bauchumfang, Blutzucker steigen und die Muskelmasse und die Knochendichte gehen verloren.

00:23:55: Das ist derzeit bei vielen leider das Thema.

00:23:58: Und die Ursache sind eben... Bevor wir auf die Mikronährstoffe kommen, sind einfach zu wenig Bewegung, zu wenig Krafttraining.

00:24:05: also dass wird zwar jetzt ein bisschen besser vor allem bei Frauen was extrem wichtig ist für Osteoporosa Prävention aber es ist immer ein Thema.

00:24:12: zu wenig Protein habe ich schon angekündigt gesagt Zu wenig Tageslicht.

00:24:17: dann das thema chronischer Stress, da bin ich ganz bei dir und eben diese Defizite.

00:24:21: Also und da würde ich sagen gibt natürlich auch viel Saal aber die wichtigsten sind sicher Vitamin D Omega drei ist oft ein Thema Magnesium.

00:24:31: und jetzt mal zurück.

00:24:33: das Thema Bewegung ist einfach so wichtig weil die wenigsten erreichen so sieben tausend Schritte pro Tag wenn es nicht aktiv angehen und deswegen glaube ich sind das so bisschen die unterschätztesten Faktoren das gibt.

00:24:49: Also was können denn jetzt tatsächlich Unternehmen machen, um in diesem ganzen Chaos das wir besprochen haben dazwischen dass es schwer für die Mitarbeitenden ist im Einzelnen all diese Dinge umzusetzen von denen sie ja eigentlich schon wissen und Unternehmenswissen.

00:25:06: Diese Mitarbeiter sind häufig erschöpft und überlastet.

00:25:10: wie kriegt man die Situation jetzt wieder in den Griff?

00:25:13: Es gibt ja manche Unternehmen die haben auch so kleine Gesundheitsangebote, wie zum Beispiel den Obstkorb oder es gibt einen Vortrag zu mentaler Resilienz.

00:25:22: Oder ein Gesundheitstag oder so.

00:25:24: Aber was müsste denn ein Unternehmen deiner Meinung nach machen damit eine nachhaltige Gesundheit wirklich ankommen kann?

00:25:31: Ja also wir haben die angesprochen.

00:25:32: Obst korb ist sicher gut der Idee und auch Biogener One aber ich glaube Gesundheit muss einfach stärker Teil des Arbeitsalltags werden.

00:25:42: kleines Beispiel Casinos in Las Vegas kennt man Die arbeiten ja damit schon über Jahrzehnte.

00:25:49: Das heißt, sich steuern Licht, Temperatur, Geräuschkulisse und Angestaltung natürlich mit dem Ziel dass die Leute halt länger spielen und länger fit und wach bleiben.

00:25:58: aber auch im Unternehmen könnte man das in diese Richtung einsetzen.

00:26:04: also ich sehe oft Menschen die acht Stunden oder mehr in Räumen verbringen mit schlechter Luft und erhöhten CO² CO²-Werten beispielsweise.

00:26:15: Und man weiß zum Beispiel, wenn der CO² Wert in der Luft deutlich ansteigt dass die Performance nachlässt und irgendwie wir diskutieren oft über fehlende Motivationen, über Führung, über Produktivität.

00:26:28: das wäre jetzt so wie wenn ihr ein Formel I Team permanent, wenn das den Fahrer sozusagen permanent coacht und gleichzeitig wird vergessen den Motor also sozusagen die Umgebung zu optimieren.

00:26:40: Das sind jetzt Maßnahmen, die eben direkt die Konzentration und Leistungsfähigkeit beeinflussen.

00:26:45: Und eigentlich nicht viel Geld kosten.

00:26:46: Also ein CO-Messgerät oder eine gute Belüftung oder einfach regelmäßig lüften wäre eine Variante.

00:26:53: Oder eben spezielle LED-Lampen würden viele Probleme lösen.

00:26:57: Und auch ganz wichtiger Punkt und auch das kostet in Wahrheit nichts mehr über Produktivität sprechen wäre das Mittagessen.

00:27:05: Es gibt ja viele Unternehmen, die in Kandinen eine Vielzahl anbieten vegane vegetarische Option, dann eine Fleischoption wie auch immer.

00:27:16: Was ich jetzt sehe ist das erleben wir ab und zu einmal wenn wir zum Beispiel Kohlenhydrate essen ist nicht bei jedem gleich.

00:27:24: aber dieses Stichwort Nudelkoma also dass man da irgendwie so ein bisschen dieses Dief am Nachmittag hat.

00:27:31: Dieses Dief im Nachmittage heißt ja dass ein Mitarbeiter erstens mal müder wird was für ihn nicht gut ist und natürlich auch gewisse Zeit weniger gut beformt.

00:27:41: Und es wäre da eigentlich relativ leicht, so eine leistungsfördernde Option anzubieten.

00:27:46: ergänzen, dass man sagt okay es gibt gute Proteinquelle, Ballaststoffe und Gemüse und ich würde da sogar noch ein Schritt weitergehen als Unternehmen und würde dann diese Mahlzeit auch stärker subventionieren weil in Wahrheit ist das eine Windingssituation.

00:28:02: und vielleicht noch abschließend zum Thema Ich glaube, dass Prävention im besten Fall Spaß macht und nicht mühsam ist.

00:28:10: Das heißt das gesunde Essen sollte gut zubereitet sein also schmecken und die Bewegung sollte eben Freude machen und keine Qual sein.

00:28:18: Und da ist glaube ich das Unternehmen gefordert.

00:28:20: es gibt ja auch sozusagen externe Unternehmen die dort sozusagen ein Buffet anbieten an Maßnahmen weil jeder hat dann irgendwas anders Spaß.

00:28:28: Also wie wir vorhin gesprochen haben der eine macht gern Krafttraining der andere macht Yoga.

00:28:33: Ein Unternehmen tut sich schwer ... jeden Geschmack zu erfüllen, da macht's dann oft Sinn mit der externen Partnerin glaube ich zusammenzuarbeiten.

00:28:40: Ja definitiv!

00:28:42: Ich finde es immer schön wenn auch die Menschen, die den Podcast hören oder sehen... ...mit so ganz konkreten Tipps rausgehen können.

00:28:50: Wenn du jetzt also deine top drei Tipps zusammen fassen würdest was zum Beispiel eine Geschäftsführerin oder ein Geschäftsführer tun könnte,... ...die vielleicht nicht viel kosten aber wirklich viel bewirken können welche wären das?

00:29:04: Werden das dann?

00:29:05: Also erstens, glaube ich, Führungskräfte sind Vorbilder.

00:29:09: Und wenn jetzt die Geschäftsführung selbst immer permanent gestresst ist und keine Pausen macht, Nacht-Email beantwortet

00:29:16: usw.,

00:29:17: dann ist natürlich eine Kultur, die sich im Unternehmen verbreitet.

00:29:21: Ich sage ein tolles Beispiel so bekannter von mir, den darf ich jetzt nennen, ist der Stefan Hobschef vom DWS.

00:29:27: Der heißt für mich so ein bisschen dieser Blue-Print des Corporate Athletes, der auch einfach schaut, dass sozusagen Gesundheit und Fitness ist ein wichtiger Faktor.

00:29:37: Und er lebt das einfach auch vor, ich glaube dieses Vorleben aber dann auch akzeptieren.

00:29:42: Also beispielsweise man muss nicht jedes Meeting im Sitzen machen.

00:29:46: also ich hätte heute am liebsten im Podcast auch irgendwo während der Spaziergang gemacht, aber ich glaube dann wäre die Donaufnahme etwas schlecht.

00:29:54: Aber ich sage man kommt da noch Schritte.

00:29:59: Zweitens glaube ich gesundheit im Messbar zu machen.

00:30:02: Oft wird er argumentiert im Bereich der Betriebe den Gesundheitsvorsorge.

00:30:06: Das ist sehr schwierig zu messen, die Wirkung sieht man oft erst noch Jahren.

00:30:10: Stimmt das meiner Sicht zum Teil?

00:30:13: Aber ich sage jetzt Leistungsfähigkeit, Energielevel, Schlafqualität – das kann man auch mit wenigen Monaten auf deiner Seite gut abfragen.

00:30:20: und man konnte natürlich Tests machen, Vitamin D, Omega-Dreieisen, Coenzyme QC'n oder Knochendichte.

00:30:26: Das alles relativ leicht erfassbar auf die Krankenstandstage.

00:30:31: Peter Drucker hat ja auch so eine singemäßige Sorge, was gemessen wird kann man dann auch verbessern oder managen und ich würde zum Beispiel als Unternehmer sagen.

00:30:40: Man kann das natürlich nicht verordnen aber Ich würde einfach drauf schauen zb bei allen meinen Mitarbeiter meiner vitamin D Test zu machen und zu schauen dass die da in einem guten Bereich sind.

00:30:49: und dritter Punkt noch wäre die Arbeitsumgebung eben zu optimieren.

00:30:53: Also das habe ich vorher schon angesprochen.

00:30:55: Das ist Licht, Luftqualität und die Qualität vom Mittagessen.

00:30:59: und da auch ein konkretes Beispiel.

00:31:02: Ich finde es immer recht lustig diese Trends wie sie kommen und gehen.

00:31:06: Früher war es das Einzelbüro dann was das Großraum Büro.

00:31:09: Dann hat man gemerkt okay so einfach ist das auch nicht mit Großraumbüren.

00:31:12: jetzt gibt's ja denn diese Besprechungszellen oder Telefonzellen, wie ich es gerne nenne?

00:31:17: Und dort könnte man ganz einfache Maßnahmen setzen.

00:31:20: Man müsste nur schauen dass diese Telefon Zellen deutlich besser belüftet sind.

00:31:25: Das ist oft ein Thema und dass man da auch zum Beispiel mit speziellen Rotlichtwellen länger arbeitet, wo man da als Studium basiert das du hast die Konzentration verbessern kann.

00:31:36: also das sind jetzt kleine quick wins einmal.

00:31:39: Okay!

00:31:40: Und wenn Du das jetzt an Mitarbeitende richten würdest was können denn Mitarbeiter tun?

00:31:46: Drei ganz konkrete Tipps damit man besser arbeiten kann und sich vor allem dabei auch besser fühlt.

00:31:55: Ja, also ich glaube die Menschen brauchen keine komplizierten Biohacks.

00:32:03: Mein Mentor, Charles Bolligwin hat immer gesagt wie du in den Tag startest bestimmt auf dem Rest des Tages und da hat er absolut recht und das zeigen auch die Studien.

00:32:11: deshalb wäre.

00:32:11: mein Tipp Nummer eins wäre ein proteinreiches Frühstück.

00:32:15: Das muss nicht, kann aber sozusagen Steak und Nüsse zum Frühstuck sein.

00:32:19: Es gibt auch vegane Quellen.

00:32:21: warum dieses Frühstückt aus gesunden Fetten und Protein?

00:32:26: Weil du damit sozusagen Acetylcholine und Dopamin das sind zwei Neurotransmitter die für den Drive Sorgen sozusagen unterstützt und das will man ja normalerweise unter Tags haben Und die Kohlenhydrate dann eher abends, weil das den Serotonin-Spiegel wieder unterstützt.

00:32:41: Das heißt, dass Bessere einschlafen.

00:32:43: Viele machen es da grundverkehrt.

00:32:46: Zweiter Punkt wäre möglichst früh sozusagen Tageslicht zu konsumieren.

00:32:51: Kostet war halt nichts und hat einen extremen Einfluss auf Energie auch auf den Schlaf am Abend und auf die innere Uhr.

00:32:58: Das Problem dabei ist nur, das ist immer leicht gesagt im Winter wenn man erst mit der Sonne aufsteht, spät aufstehen.

00:33:09: Also das wird so nicht funktionieren im heutigen Arbeitsleben, aber dafür gibt es dann eben Biohacks wie Binagosa Freund von Sotages Lichtlampen oder auch es gibt diesen sogenannten Human Charger Schaut aus wie so ein Kopfhörer, den ich im Ohr hab wo man dann das Licht über die Ohren aufnimmt.

00:33:25: Und der dritte Punkt aus meiner Sicht wäre einfach mehr Bewegung im Alltag.

00:33:29: Das macht so viel aus und es müssen auch nicht immer die siebtausend Schritte sein aber wenn man von zweitausend auf viertausende Schritte kommt ist da schon hat er schon einen massiven Effekt?

00:33:38: Genau

00:33:39: Ja Okay spannend.

00:33:43: Das Thema ist also da ne?

00:33:45: Also das Thema Gesundheit für Unternehmen als Wettbewerbsfaktor ist da.

00:33:50: Was meinst du, wohin wird es noch gehen?

00:33:52: Wenn wir jetzt vielleicht mal fünf Jahre in die Zukunft schauen.

00:33:55: Glaubst Du dass das Thema noch viel stärker da sein wird und dass es normal geworden sein wird, dass Unternehmen Gesundheit steuern also ganz professionell steueren so wie man das vielleicht mit Digitalisierungsthemen macht oder mit Finanzen oder mit der Personalentwicklung?

00:34:11: Ja da bin ich überzeugt.

00:34:13: warum.

00:34:14: Wir haben die demografische Entwicklung, dass die Leute werden immer älter aber nicht wirklich gesund älfter.

00:34:19: Wir haben immer weniger Geburten im steigenden Krankenstände und Fachkräftemangel glaube ich das ist nicht nur in Österreich sondern auch in Deutschland auf den Thema.

00:34:27: Und das heißt Ich Glaube In Zukunft wird das Managing von Gesundheitsdaten ähnlich selbstverständlich sein, wie Betriebswirtschaftler hier kennenzahlen.

00:34:37: Aber nicht um Menschen jetzt zu kontrollieren, dass sie es nicht sind sondern einfach um bessere Entscheidungen gemeinsam zu treffen.

00:34:43: weil wir messen heute... Wir messen Umsatz, Cashflow, Produktivität alles.

00:34:47: aber bei Gesundheit muss ich ganz offen sagen da fliegen wir oft blind und ich glaube Das wird ein extrem wichtiger Punkt für Unternehmen werden.

00:34:57: Ja Ich finde du bist auch eine spannende Person, weil du eben so viele unterschiedliche Bereiche kennengelernt hast.

00:35:03: Du warst als Athlet in einer Situation wo man den Körper wirklich bis über die Grenzen hinaus gebracht hat.

00:35:10: aber du kennst ja dann natürlich auch sozusagen die Welt der ... wie heißt es das Schöne Corporate-Athlete?

00:35:16: also du kennest auch das und du bist Geschäftsführer d.h.

00:35:19: du stehst auch vor dieser Ambivalenz dass man vielleicht manchmal weiß oh Gott meine Mitarbeiter haben wir gerade eine Deadline zu erfüllen, aber es muss ja gemacht werden.

00:35:31: Wir müssen diesen Job

00:35:32: machen.".

00:35:32: Also damit will ich sagen was für ein realistisches Bild von gute Arbeit hast du?

00:35:39: Dass man also Leistung ermöglicht ohne Menschen systematisch in die Erschöpfung zu treiben.

00:35:47: Ja, das ist vorangespannend.

00:35:49: Ich komme aus einem Leistungssport und für mich ist Leistung jetzt nichts Negatives im Gegensatz.

00:35:53: Leistungen kann ja Menschen glücklich machen.

00:35:56: In der Vergangenheit habe ich mich jetzt sehr stark nur über dieses Thema definiert.

00:36:00: Das glaube ich auch ein, was ich gelernt habe.

00:36:03: es geht auch um Balance im Leben und problematisch wird's dann eben wenn man sich über diese Leistung darauf definiert und das dann auf Kosten der Gesundheit geht.

00:36:12: und mein Wunsch wäre eine Arbeitswelt wo halt Menschen auch mit sechzig-und siebzig Jahren noch eben Energie haben leistungsfähig sind und Lebensfreude haben und gerne arbeiten.

00:36:22: und ich glaube dass ist auch möglich.

00:36:26: Wir sehen ja auch gerade, dass Gesundheit weg von diesem Reparaturdema immer mehr zu einem Zukunftsthema wird.

00:36:31: Es gibt den sogenannten sechsten Kontradierzyklus.

00:36:36: der wird von Ökonomen jetzt oft angesprochen und da ist gemeint das wir gerade in dem sechstem großen Trend sind.

00:36:43: also früher hat es geben die einmal die Dampfmaschine.

00:36:45: das war einer dieser Trends.

00:36:47: und jetzt sind wir bei dem Thema Gesundheit Präventionen usw.

00:36:51: Und wir sehen's auch bei Biogena wie dieses Markt wächst enorm, dass wir jetzt die Nachfrage gar nicht mehr fast bedienen können und sagen worum wird es auch an die Börse gehen in Kürze.

00:37:02: Aber das ist jetzt nicht die Geschichte.

00:37:04: ich glaube auf die Frage zurückzukommen Gesundheit ist kein Luxus sondern das ist die Grundlage für alles und das ist auch irgendwie das Bild von guter Arbeit.

00:37:15: Das heißt Leistung zu ermöglichen ohne eben Gesundheit zu verbrauchen.

00:37:20: Martin Dann bedanke ich mich ganz herzlich für das Gespräch mit dir.

00:37:24: Super spannend!

00:37:25: Vielen Dank für die Einladung.

00:37:27: Ja, danke auch an alle fürs Zuschauen oder fürs Zuhören.

00:37:31: Schön dass ihr bis zum Ende der Folge hier dabei wart.

00:37:34: Mich interessiert auch wie ihr auf dieses Thema schaut?

00:37:37: Also ist es für euch Gesundheit wirklich eine Verantwortung des Arbeitgebers?

00:37:41: Oder ist das wirklich etwas, was jeder vor allem für sich selbst machen und schaffen muss?

00:37:46: Schreibt uns gerne eure Meinung dazu in die Kommentare.

00:37:49: Wir freuen uns sehr auf eure Perspektiven und wir freuen uns auch sehr darüber, wenn oder insofern euch die Folge gefallen hat ihr uns ein Like da lasst und unseren Kanal abonniert denn hier erscheinen immer ganz regelmäßig weitere Gespräche mit sehr, sehr spannenden Gästen aus Wirtschaft, aus Transformationen und Unternehmertum.

00:38:05: also dann vielleicht bis zum nächsten Dub Business Talk!

00:38:09: Tschüss.

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